"Berlin nicht zu mögen ist schwerlich.
Denn vieles in ihr is‘ doch herrlich. 
Zwar kann man sich streiten. 
Über Herstellungszeiten. 
Eines Flughafens zum Beispiel. Mal ehrlich!"

Aus dem Blog-Beitrag eines (noch) unbekannten Berliner Künstlers: "Limericks aus Berlin sind Berlinericks. Logisch."

Berlin - Wichtiges, Interessantes und vielleicht Neues über die Bundeshauptstadt

Die bewegte Geschichte der Stadt Berlin reicht zurück bis ins 13 Jahrhundert, als die auf einer Insel in der Spree gelegene Stadt Cölln im Jahre 1237 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 7 Jahre später, also 1244, folgte dann die erste Erwähnung Berlins. Cölln und Berlin hatten dann zwischenzeitlich eine gemeinsame Regierung, und wurden dann im Jahre 1442 zunächst wieder getrennt, um Sie dann später wieder unter eine gemeinsame Regierung zu stellen.

So wurde hier im Laufe der Jahrhunderte viel getrennt und wiedervereint, zuletzt bekanntermaßen 1989 / 1990. Durch die vorherige Insellage und den Sonderstatus Berlins (Stichwort Berlinzulage) sind Immobilien zum Kauf im internationalen Vergleich immer noch relativ günstig zu haben, auch wenn ein Anstieg der Kaufpreise in den letzten Jahren deutlich zu erkennen ist. 

Wussten Sie woher der Name "Berlin" stammt?

Der Name Berlin leitet sich vermutlich von dem slawischen Begriff br’lo bzw. berlo mit den Bedeutungen „Sumpf, Morast, feuchte Stelle“ oder „trockene Stelle in einem Feuchtgebiet“ sowie dem in slawischen Ortsnamen häufigen Suffix -in ab. Dafür spricht vor allem, dass der Name in Urkunden immer wieder mit Artikel auftaucht („der Berlin“). Der Stadtname ist weder auf den angeblichen Gründer der Stadt, Albrecht den Bären, noch auf das Berliner Wappentier zurückzuführen. Hierbei handelt es sich um ein redendes Wappen, mit dem versucht wird, den Stadtnamen in deutscher Interpretation bildlich darzustellen. Das Wappentier leitet sich demnach vom Stadtnamen ab, nicht umgekehrt.

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Quelle: © OpenStreetMap-Mitwirkende https://www.openstreetmap.de. Ein Klick auf das Bild vergrößert es für eine bessere Ansicht.

Heute ist Berlin nicht nur ein eigenes Bundesland, sondern auch die bevölkerungsreichste Stadt mit ca. 3,6 Millionen Einwohnern (Stand Dezember 2018) und natürlich die Hauptstadt Deutschlands. Durch die eigenständigen Entwicklungen bis zum Fall der Mauer hatte Berlin dann bis zum Jahr 2000 insgesamt 23 Bezirke. Im Zuge der Verwaltungsreform 2001 wurden verschiedene Bezirke zusammengelegt, und ihre Zahl so auf 12 reduziert.

  1. Bezirk Mitte
  2. Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
  3. Bezirk Pankow
  4. Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf
  5. Bezirk Spandau
  6. Bezirk Steglitz-Zehlendorf
  7. Bezirk Tempelhof-Schöneberg
  8. Bezirk Neukölln
  9. Bezirk Treptow-Köpenick
  10. Bezirk Marzahn-Hellersdorf
  11. Bezirk Lichtenberg (Hohenschönhausen)
  12. Bezirk Reinickendorf


Berlin-Alexanderplatz mit Weltzeituhr und S-Bahnhof

Berlin-Mitte
Mitte ist der erste Bezirk von Berlin und hatte Mitte 2018 ca. 380.000 Einwohner. Der Bezirk entstand in der Reform 2001, und setzt sich zusammen aus den Ortsteilen Mitte, Moabit, Hansaviertel, Tiergarten, Wedding und Gesundbrunnen. Bekannte Punkte in diesem Bezirk sind natürlich das "Zentrum Ost" rund um den Alexanderplatz mit Weltzeituhr und Fernsehturm, sowie das Brandenburger Tor mit Tiergarten und Regierungsviertel. Erwerbskosten für vermietete oder freie Immobilien könnten in diesem Bezirk kaum weiter auseinanderklaffen. Während Mieten und Kaufpreise in Wedding noch als verhältnismäßig erschwinglich bezeichnet werden können, liegen diese in bester zentraler Lage in Mitte heute schon teilweise bei mehr als 6.000 bis 7.000 € Kaufpreis pro Quadratmeter einer Immoblie (natürlich nach oben offen).

> Schon gewusst? Die Fischerinsel und das Nikolaiviertel liegen in Berlin-Mitte, die zusammen mit anderen "alten" Stadtteilen die historische Mitte Berlins prägen.  

 


Berliner Oberbaumbrücke mit U-Bahn in typisch gelber BVG-Farbe

Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg
Friedrichshain-Kreuzberg ist der zweite der Berliner Bezirke und hatte Mitte 2018 ca. 285.000 Einwohner, und bestimmt der Bezirk mit den interessantesten Gegensätzen. So sind die Bewohner hier im Durchschnitt am jüngsten, während es hier zeitgleich die höchste Bevölkerungsdichte auf der kleinste Fläche der 12 Bezirke gibt. Ob das an der zentralen Lage, und dem Ruf besonders „hip“ zu sein liegt kann hier nur spekuliert werden. Er setzt sich zusammen aus den Ortsteilen Friedrichshain und Kreuzberg.

 


Berliner Weissensee im gleichnamigen Ortsteil mit Badegästen

Berlin-Pankow
Pankow ist der dritte, und ist mit ca. 400.000 Einwohnern (Stand Mitte 2018) der bevölkerungsreichste und zeitgleich zweitgrößte Bezirk. Gleichzeitig kann Pankow mit den meisten Geburten aller Bezirke glänzen. Die 13 Ortsteile sind Prenzlauer Berg, Weißensee, Blankenburg, Heinersdorf, Karow, Malchow, Pankow, Blankenfelde, Buch. Französisch Buchholz, Niederschönhausen, Rosenthal und Wilhelmsruh. Begehrte Kiezlagen im sogenannten "Prenzl Berg" haben in den letzten 2 Jahrzehnten teilweise beträchtliche Aufwertungen erfahren nachdem in den schönen, aber teilweise maroden Altbaubestand nach dem Fall der Mauer zahlreiche Investitionen in den Berliner Immobilienbestand getätigt wurden. 

 


Berlin Breitscheidplatz mit Gedächtniskirche und Bikini (links)

Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf
Charlottenburg-Wilmersdorf ist der vierte der zwölf Berliner Bezirke mit ca. 340.000 Einwohnern Mitte 2018, und gilt seit jeher als gut bürgerlich. In diesem Bezirk liegen viele interessante und bekannte Punkte und Sehenswürdigkeiten in Berlin. So zum Beispiel der Kurfürstendamm, das Olympiastation, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und das Schloss Charlottenburg, das dem selbigen Ortsteil einmal seinen Namen gab. Auch findet sich hier das "Zentrum West" rund um den Zoologischen Garten und das Messegelände mit Funkturm. Seit der Verwaltungsreform 2001 besteht dieser Bezirk insgesamt aus den Ortsteilen Charlottenburg, Wilmersdorf, Schmargendorf, Grundwald, Westend, Charlottenburg-Nord und Halensee. Bedingt durch die genannten Orte bewegen sich die Kaufpreise für Wohneigentum und Immobilien hier in höheren Bereichen, was nicht zuletzt exklusiven Lagen wie dem Grundewald oder dem Ku'Damm geschuldet ist. 

 


Berlin-Spandau Zitadelle mit Besuchern

Berlin-Spandau
Der fünfte Bezirk ist Spandau, der Mitte 2018 ca. 240.000 Einwohner hatte und Berlin im Westen begrenzt. Spandau wurde, wie einiger der heutigen Ortsteile, in den 1920iger Jahren gebildet. Interessanterweise hat Spandau trotz seiner Größe die wenigsten Gesamteinwohner, was aber vor allem an den weitläufigen See- und Wasserflächen liegt die man hier vorfindet. Bekannte oder sehenswürdige Punkte sind die Zitadelle und die Altstadt Spandaus. Der Bezirk setzt sich zusammen aus den Teilen Spandau, Haselhorst, Siemensstadt, Staaken, Gatow, Kladow, Hakenfelde, Falkenhagener Feld und Wilhelmstadt. Bekannt ist Spandau auch für das "besondere Verhältnis" zum Rest von Berlin, da man als Spandauer eben Spandauer ist, und "kein Berliner".

 

Und dann geht es raus zum Wannsee
Berliner Wannsee mit Wasser und Weitblick

Steglitz-Zehlendorf
Im Süd-Westen von Berlin liegt der 6. Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit insgesamt ca. 307.000 Einwohnern (Stand Mitte 2018), der aus den Ortsteilen Steglitz, Lichterfelde, Lankwitz, Zehlendorf, Dahlem, Nikolassee und Wannsee besteht. Der Ruf als "gute Wohngegend" rührt daher, dass es hier neben schöner Villen- und Einfamilienhausbebauung viel Grün und viel Wasser gibt. So haben die Berliner im Laufe der Jahrzehnte die Naherholung nicht nur am Wannsee, sondern auch an der Krummen Lanke oder dem Schlachtensee zu schätzen gelernt. Bekannte und sehenswerte Punkte sind neben den genannten Wasserflächen auch der Botanische Garten, Onkel Toms Hütte, die Domäne und Freie Universtität in Dahlem und die Schlossstraße in Steglitz mit Bierpinsel.

 


Berlin Tempelhof ehemaliger Flughafen mit Flugzeug

Tempelhof-Schöneberg
Der im Zuge der Verwaltungsreform 2001 entstandene siebte Bezirk Tempelhof-Schöneberg hatte Mitte 2018 ca. 350.000 Einwohner. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten und bekannte Punkte verteilen sich auf die Ortsteile Schöneberg, Friedenau, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade. Unter diesen befindet sich natürlich der ehemalige innerstädtische Flughafen Berlin-Tempelhof (geöffnet von 1923 - 2008), der ebenfalls unter den Bezeichnungen Tempelhofer Feld oder Tempelhofer Freiheit bekannt ist. Andere markante Punkte sind die Columbiahalle, das Bayrische Viertel, die Rote Insel, das Ullsteinhaus oder die Mariendorfer Trabrennbahn. Der verhältnismäßig kleine Ortsteil Friedenau hat sich über die Jahrzehnte seinen Ruf als besonders familienfreundlich bewahrt, wo es sich in teilweise beeindruckendem Berliner Altbaubestand angenehm leben lässt. 

> Schon gewusst? Vor dem Schöneberger Rathaus hielt John F. Kennedy im Jahre 1963 seine bekannte Rede, als er vor tausenden Berlinern unter großem Beifall publikumssicher sagte, dass er, als freier Mann, ein Berliner sei. 

  • Verkauftes Referenzobjekt in Tempelhof zur Orientierung: 1 Zimmer, vermietet, 35,6m², 85.000 Euro (Stand Juli 2017)
  • Verkauftes Referenzobjekt in Schöneberg zur Orientierung: 3 Zimmer, frei, 79,5m², 409.000 Euro (Stand Okt 2016)

 


Berlin Britzer Garten mit Blick auf Pavillon

Neukölln
Der achte Bezirk Neukölln, der im Süden an Brandenburg grenzt, hatte Mitte 2018 ca. 330.000 Einwohner, und könnte von der Bau- und Wohnstruktur kaum unterschiedlicher sein. Findet man im Norden des Bezirks die "typische" Bebauung mit Mietskasernen und Innenhof, ist der Süden größtenteils lockerer besiedelt mit Häusern geringerer Höhe und Gegenden mit Einfamilienhäusern. Eine Ausnahme im Süden ist die Gropiusstadt, eine in den 1970iger Jahren fertiggestellte Siedlung als Sozialwohnungsbau. Ein bekannter Punkt im Ortsteil Britz ist ganz bestimmt der Britzer Garten, der 1985 Teil der damaligen Gartenaustellung war. Dieser wurde dann erweitert und 1989 dauerhaft der Berliner Bevölkerung zur Naherholung zugänglich gemacht.

> Schon gewusst? Das 1994 im ursprünglich im Neuköllner Industrieviertel eröffnete Hotel Estrel ist seit der Eröffnung beständig gewachsen, und ist 2016 Deutschland umsatzstärkstes Hotel geworden. 

Treptow-Köpenick

Das südöstlichste Berliner Bezirk ist Treptow-Köpenick, der an den Treptowers an Kreuzberg grenzt und sich bis zur Stadtgrenze nach Brandenburg erstreckt. Auch durch diese Ausdehnung ist er der flächengrößte Bezirk mit einer verhältnismäßig günstigen Sozialstruktur, auch wenn hier Ende 2018 "nur" circa 270.000 Berliner hier zuhause hatten. 

Berlins größter See, der Müggelsee, liegt hier, auch wenn dieser weit weniger häufig besungen wurde als der Wannsee in Steglitz-Zehlendorf. In den Ortsteilen Alt-Treptow, Plänterwald, Baumschulenweg, Johannisthal, Nieder- und Oberschöneweide, Altglienicke, Adlershof, Bohnsdorf, Köpenick, Friedrichshagen, Rahnsdorf, Grünau, Müggelheim und Schmöckwitz gibt es auch eine Menge altes und neues Berlin zu entdecken. So wurde in Johannisthal im Jahre 1909 der zweite deutsche Motorflugplatz eingeweiht, der bekannte Hauptmann von Köpenick stammt(e) von hier und in der Gegenwart gibt es hier das Innovations- und Technologiezentrum in Adlershof. 

WWW - Weiteres WissensWertes 

1. https://www.spreetaufe.de/ - Sich oder andere mit echtem Spree-Wasser taufen? Hier geht das

2. https://friend-of-friends.com/ - Ein Fan-Blog für Berlin. Aus Berlin

 

Quelle: https://de.wikipedia.org, https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin, eigene Recherche und Datenbestände